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| Bahnmotive der Strecke Halle/S. - Sangerhausen - (Kassel) | |||||
| Seite 1 | Vorwort | Seite 10 | noch keine Inhalte hinterlegt | ||
| Seite 2 | Halle/S. Hbf bis Teutschenthal | Seite 11 | noch keine Inhalte hinterlegt | ||
| Seite 3 | Bahnhof Teutschenthal bis Röblingen a See Stw Ar | Seite 12 | Sangerhausen bis Blankenheim | ||
| Seite 4 | Röblingen a See Stw Ar bis Röblingen a See Posten 17b | Seite 13 | noch keine Inhalte hinterlegt | ||
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| Seite 7 | Röblingen a See bis Eisleben | Seite 16 | Im Bahnhof Röblingen a See | ||
| Seite 7.1 | Anschluss Braunkohlenwerk Halde Helfta | Seite 17 | Röblingen a See Posten 17b bis Amsdorf | ||
| Seite 8 | Eisleben bis Blankenheim | Seite 18 | Amsdorf bis Halle/Saale | ||
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| Sangerhausen bis Blankenheim |
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Ende der Ausbaustrecke
| Hans-Jörg Krispin habe ich die ganz wunderbaren Aufnahmen der Bergfahrt der 44 0504 und einer weiteren 44er mit dem Erzzug nach Helbra zu verdanken. Dazu hat er noch seine Erlebnisse aufgeschrieben, die ich hier mit seiner freundlichen Erlaubnis wiedergeben darf. " Auf meiner geistigen Landkarte ist Sangerhausen erstmals 1977 erschienen anlässlich einer Klassenfahrt nach Berlin (West) - natürlich mit der Bahn. Der Transitzug nahm auf der Hinfahrt den Weg von Frankfurt a. M. über Erfurt - Sangerhausen - Halle. (...) Ab 1979 hatte ich dann Gelegenheit, gezielter im Reichsbahnland auf Dampfpirsch zu gehen. Ein magischer Ort war ganz klar die Rampe Sangerhausen-Blankenheim. Ende der 70er, Anfang der 80er waren wir beim Fotographieren allerdings noch sehr auf der Hut. Das hatte eine "Selbstzensur" bei den Motiven zur Folge, um keinen Anstoß bei den "Organen" zu erregen. |
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Bloß keine Industriebetriebe im Hintergrund, und in Bahnhöfen fühlte man sich auch irgendwie unwohl trotz des bekannten "Gummi"-Fotographiererlasses. Was gab es da Unverfänglicheres als das Rampenstück unterhalb des Riestedter Waldes Richtung Blockstelle Steinberg, weit abseits von jeder Bebauung inmitten von riesigen LPG-Ackerflächen. Wir standen also mit aufgebauten Stativen an besagter Stelle, und harrten der Dinge, die da kommen würden: Zum Beispiel dieser dampfbespannte Güterzug. |
| Um Jörgs Text weiter zu lesen lesen, bitte mal die nächsten zwei Bilder überspringen, aber nur textlich wegen der Geschichte, denn die zwei eingeschobenen Bilder sind auch ein Hammer... |
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Also noch mal die Kameraeinstellungen überprüft, als plötzlich mein damaliger Reisegefährte Thomas P. aufgeregt rief: "Runter mit dem Stativ! Das iss'n Militärzug". Und tatsächlich, die eigenartigen olivgrünen Güterwagen entpuppten sich als Panzer auf Flachwagen. Die Fuhre zog unfotographiert vorbei, aus den Begleitwagen wurden wir misstrauisch beäugt. Naja, war ja noch mal gut gegangen,...bis dann einige Zeit später zwei Gestalten vom Waldrand über den Acker direktemang auf uns zu hielten. Kein Vopo-Grün, ... kein Trapo-Grau, ... in Zivil, ... uns wurde irgendwie unwohl, ... sollte uns da die Staatssicherheit am Wickel kriegen? Vollends rutschte uns das Herz in die Hose, als die beiden bei uns anlangten und der eine einen Ausweis zückte. |
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Nach einem Blick auf diesen machte sich aber augenblicklich Erleichterung breit: Der zeigte uns seinen SED - Mitgliedsausweis! Seinen Begleiter stellte er als eine Art Hilfssheriff vor (ich habe den DDR-spezifischen Ausdruck vergessen - Abschnittsbevollmächtigter ?). Er hätte uns aus einem Personenzug heraus gesehen, was wir denn hier machen würden. Wahrheitsgemäß erklärten wir ihm, dass wir hier Züge fotographierten. Ob wir nicht wüssten, dass das verboten sei. Das sei von öffentlich zugänglichen Orten aus erlaubt, und außerdem - was gäbe es denn an diesen Äckern so wichtiges, entgegneten wir. Die seien für die Versorgung der Bevölkerung wichtig. Aha, na dann. Er würde jetzt nach Sangerhausen fahren und uns bei der Transportpolizei anzeigen. Fortlaufen sei sinnlos, er habe sich das |
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Kennzeichen unseres an der Straße geparkten Wagens notiert. Fortlaufen hatten wir für die nächsten Stunden eh' nicht im Sinn, wir waren ja hier, um zu fotographieren. Und siehe da, nach geraumer Zeit kam unser strammer Staatsbürger wieder über den Acker - diesmal allein. Er habe sich von der Trapo in Sangerhausen sagen lassen müssen, dass Fotographen aus aller Welt hierher kämen, sogar aus Japan, entschuldigte er sich vielmals und zog wieder ab. Dem guten Mann war anzusehen, dass sein Weltbild in's Wanken gekommen war. Eben noch Retter der Republik, und jetzt war er genötigt, sich beim Klassenfeind zu entschuldigen. Genug geschwallt, jetzt kommen die Bilder. Gruß Hans-Jörg Krispin |
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| text und fotos, falls nicht anders erwähnt © hans-peter waack dresden letzte bearbeitung 04.01.10 | home | |||