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Bahnhof Röblingen/See Strecke  Röblingen/See-Querfurt
Bahnhof Querfurt Strecke  Querfurt-Röblingen/See


Im Bahnhof Röblingen/See


Nur wenige Eisenbahnfotografen fanden Röblingen/See fotografisch interessant. Und ganz so aufregend ist der Eisenbahnstandort auf den ersten Blick auch nicht. Auf den zweiten aber schon... Immerhin gibt es da seit 1876 ein Bahnbetriebswerk und in Röblingen beginnt eine interessante Strecke nach Querfurt und Vitzenburg, die zum großen Teil dem Tal des kleinen Flüsschens Weida folgend, abschnittsweise durchaus Mittelgebirgscharakter hat. Um die geht`s hier. Die Strecke sollte anfangs eine völlig andere Linienführung bekommen, aber es kam anders. So haben Alberstedt und Döcklitz keinen Bahnhof und heute auch nicht die Reste davon. Auch wurde die Strecke fotografisch meist unterschätzt. Auch von mir. Hier waren die Baureihen 52, 52.80, 58, 74, 83.10, 89, 91, 93 und 94, später auch 110er, 111er und 112er und manchmal 118er anzutreffen. 

Meine ersten Fotos entstanden 1977, aber nur, um mal die Kamera vom Vater auszuprobieren. Eine Altix-n war das, eine Sucherkamera. Für den Zweck eher ungeeignet. Auch hatte mir niemand gezeigt, wie man Eisenbahn fotografiert. 

Die Fotos  entstanden deshalb anfangs einfach als Erinnerungsbild, so daß sie heutigen Ansprüchen nicht genügen aber dafür haben sie nun einen wirklichen Erinnerungswert. Später tat ich Dienst auf den verbliebenen Dampflokomotiven der Baureihe 52 im Bw Röblingen und weitere Bilder entstanden während der Dienstschichten. Das war nicht immer einfach, denn man sah Fotografieren im Dienst nicht gern. 

Zudem stand ich Ende der 70er Jahre am Anfang meiner Dunkelkammererfahrungen und so kam mancher Film nicht ganz optimal bis unbrauchbar aus der Entwicklungsdose. Man kann den Jungfotografen heute nur raten, die Experimente nicht mit unwiederholbaren Motiven zu machen... Es bleiben Erinnerungen an ein Stück Heimat und an eine wohl nicht überlebende Bahnstrecke. 

Aus der Erinnerungsknipserei wurde um 1982 - nachdem mir ein Lokführer mal alte Bilder zeigte - eine Sammelleidenschaft. Daraus resultieren die Beiträge zur Geschichte vom Bw Röblingen am See. Längst ist das vorhandene Material nicht ansatzweise aufgearbeitet, so daß es dort immer mal was Neues gibt.


Einzelne, manchmal nur 4,5x6 oder 6x6 cm kleine Fotos stammen aus Familienfotoalben und waren für eine Reproduktion eigentlich zu klein. Ich konnte diese  vor 25 Jahren auf Negativfilm abfotografieren, was auch verlustbehaftet war. Doch sie sind Zeitgeschichte und zu schade, um versteckt zu schlummern. 

Ich darf mich auch an dieser Stelle bei allen freundlichen Leihgebern bedanken und hoffe, daß noch einige der alten Fotografien zur Eisenbahngeschichte in Röblingen aus dem Schlaf in der Fotokiste erweckt werden können.

Erstaunlich, wie schnell von der gerade noch existierenden Realität nur Fotos bleiben, denn es ist noch keine 3 Monate her, da habe ich den vorstehenden Text geschrieben. Nun ist es am 14.12.03 Realität:

Eines der traurigen Kapitel der Verkehrsgeschichte im Königreich Sachsen-Anhalt. Noch trauriger die unsägliche ministerielle Verfahrensweise zur Mitteilung der Einstellung des Verkehrs. Minister sind eben immer für Überraschungen gut. Sonst wären sie ja nicht Minister. Aber nach den Ministern geht es ja nicht wirklich. 



Wer Lust hat, schaue nun mit mir zurück. Sehen wir uns zunächst im Bahnhof von Röblingen am See um. Die Gleisanlage im Bahnhof war damals noch nicht zugewachsen und dem Reisenden wurde in gewisser Weise ein Gefühl des sicheren Fahrens auf diesen Gleisen vermittelt. Erinnern wir uns, wie es aussah, als hier noch voller Betrieb war und die Personenzüge Richtung Querfurt am Bahnsteig, wie seit fast 120 Jahren, bereit standen oder wie man die Züge an den Bahnübergängen wahrnahm. Aber hat man das Alltägliche seinerzeit eigentlich noch wahrgenommen ? Blicken wir in das Jahr 1959.


Züge Richtung Querfurt

Die Kriegsschäden waren weitgehend beseitigt, die Züge waren mehr als ausgelastet. Man fuhr zur Schule oder zur Arbeit. Der Umsteigebetrieb in Röblingen zu den Zügen in Richtung Halle oder Sangerhausen war enorm. Die Strecke stand in voller Blüte und der 75. Jahrestag der Inbetriebnahme der Relation war zu feiern.  
Foto: Sammlung Hans-Peter Waack, Dresden mit freundlicher Genehmigung von B.G.(†) Röblingen

Ein interessantes Bild bekam ich vor 25 Jahren. Erinnert sich jemand an den 10.10.59 ? Da fuhr man zum 75-jährigen Streckenjubiläum nach Querfurt. Der Zug steht in Röblingen am Bahnsteig 3 oder auf Gleis 4, je nachdem aus welcher Sicht man das sieht. Ein Gleis 3 konnte ich in Röblingen übrigens noch auf keinem Plan finden. Das sollte aber das letzte Streckenjubiläum sein, obwohl die Strecke bis 2003 bestand, worüber noch zu berichten sein wird. Der Zug wurde von 89 6108 gezogen, die zu der Zeit beim Bw Engelsdorf beheimatet war. Röblingen hatte zwar auch des öfteren eine T3 im Bestand, aber richtig brauchte man eine 89er nicht und so war dieser Loktyp meist vermietet, 
Sammlung Hans-Peter Waack mit freundlicher Genehmigung von B.G.(†) Röblingen

z.B. an die Zuckerfabrik Erdeborn. Andere Quellen sagen, daß die Lok in Oberröblingen als einzige T3 im Jahre 1959 stationiert war. Bisher war nicht zu klären, ob sie zum Aufnahmezeitpunkt schon umbeheimatet war. Der Warnhinweis zum Dosieren unter Fahrleitung hatte in Röblingen keine Bedeutung. Außerdem können wir dem Bildausschnitt entnehmen, daß die letzte Bremsuntersuchung am 30.09.59 ausgeführt worden ist. Von dieser Fahrt gibt es mehr Bilder weiter unten.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Herrn Rudolf Müller

Ein altes Bild von einer Postkarte mit einer - na klar - preußischen T3 soll am Anfang stehen. Eine für Nebenbahnen der preußisch-hessischen Staatsbahn zwischen 1882 und 1905 beschaffte Lok, die sich hervorragend bewährt hat. Ich würde die Karte  zwischen 1884 - dem Eröffnungsjahr der Strecke nach Querfurt - und 1890 einordnen. Dafür spricht, daß die Lok noch außen liegende Einströmrohre vom Regleraufsatz zu den Zylindern hat und eine durch den Sandkasten gelegte Reglerstange. Sie hat zudem noch kein Läutewerk. Man läutete anfangs mit der Handglocke. Und man erkennt die Umlenkrollen der Heberlein-

(Seilzug)-Bremse, was allerdings nichts Besonderes darstellte, da diese Bremsbauart auf Nebenstrecken weit und lange verbreitet war. Anfangs wurden auch die Gegengewichte in den Radsternen durch Blechplatten gehalten, man könnte vage meinen, das ist bei der Lok der Fall. Vor der Gleisseite des Empfangsgebäudes gibt es übrigens noch keine Bahnsteigüberdachung am Hausbahnsteig. Ich habe mir die Freiheit genommen und das Originalbild überarbeitet um offensichtliche Fehler an der Lok auszubessern. Der Zeichner hatte die Lok auf ein B-Fahrwerk reduziert. Die Vorlage für dieses Foto war nur 3x2 cm groß, deshalb die bescheidene Qualität.

Ein Bild von einer Postkarte, das ich mal von 1903 bis 1911 einordne. Das Bahnsteigdach ist auf dem Foto und auf einem Plan von 1903 noch nicht und auf einem Plan von 1911 schon fertig. Die Lok links ist eine "richtige"  preußische T 3 - mit Heberleinbremse - vor einem Zug nach Querfurt. Rechts wohl eine preußische P 4. Die tiefe Kessellage deutet drauf hin, auch der freie Raum zwischen 2. Vorlaufachse und erster Kuppelachse. Auch die Anordnung von Schornstein und Dampfdom würde passen. Aber leider kam es dem Fotograf nicht so drauf an und so können wir ewig rätseln. Es könnte nämlich auch eine S 3 sein...
Foto Sammlung Lüdert

528119_rn_gl20_0977_c_b800.jpg (103115 Byte) Viele Güterzüge und GmP, das sind Güterzüge mit Personenbeförderung, wurden im "Neubau" oder der "neuen Welt", wie mancher den später errichteten Teil des Güterbahnhofs Röblingen auch nannte, zusammengestellt. Die Züge warteten dann auf Gleis 20 des Neubaus, von dem aus viele Ausfahrten in Richtung Halle und Querfurt stattfanden. Im März 1978 steht dort 52 8119. Sie war neben der 52 8044 die letzte 52er mit Giesl-Ejektor im Bw Röblingen. Die Lok bespannt eine Übergabe in das Kalkwerk Schraplau und wartet vor dem damals noch vorhandenen Formsignal auf die Ausfahrt. Rechts im Bild kann man den alten Begleiterwagen des Röblinger Hilfszuges sehen.

52 8034 und 52 8060 im März 1980. 52 8060 bespannt eine Übergabe nach Schraplau. 52 8034 holt ihren Zug aus Gleis 20 um ihn auf Gleis 4 für die Fahrt nach Vitzenburg bereitzustellen. Rechts 52 8098 im August 1980 im Bahnhofsgelände.

Es ist der 23.04.83. Die Szenerie ist eine völlig andere als vor fast genau 3 Jahren. 110 126 hat dienstfrei und ist abgestellt und 112 549 wartet auf die Abfahrt nach Schraplau in`s Kalkwerk.

Am 09.04.80 fährt 52 8034 die Übergabe nach Schraplau in`s Kalkwerk,  Die Eisenbahnwelt war in Röblingen in Ordnung und man konnte glauben, daß das ewig so weiter geht.

 

Doch schon 11 Monate später sah die Sache ganz anders aus. 52 8077 war Ende März 1981 die letzte unter Dampf stehende Lok im Bw Röblingen und sollte planmäßig am 21.03.81 die letzten 

Dampfleistungen nach Vitzenburg fahren. Man hatte sich am Nachmittag des 20.03.81 aber anders entschieden und die für den Hilfzug bereitgehaltene Lok 110 138 für die 52er auf die Strecke geschickt, so daß 52 8077 an ihrem letzten Betriebstag beim Bw Röblingen nun also Hilfszugbereitschaft hatte. Man sieht sie hier vor dem alten Röblinger Hilfszug. Es bestand aber durch diesen Dienstetausch die Möglichkeit, in aller Ruhe einige Abschiedsfotos zu machen.

Nachdem im Laufe des Jahres 1981 bereits einige Loks der BR 110 nach Röblingen kamen, stellte sich heraus, daß sie leistungsmäßig nicht allen Aufgaben gewachsen waren. So wurden - beginnend ab August 1982 - Loks der BR 112 beheimatet. Die gerade erst am 22.07.82  zur Baureihe 112 umgerüstete Lok  112 309 kam hier am 18.08.81 zur ersten Probefahrt nach Querfurt als Vorspannlok zum Einsatz. Da man ihr wohl noch nicht ganz traute, war als Zuglok die Mietlok 111 991 mit unterwegs.
 

Und das ist die Mietlok. Sie war die vom Braunkohlenwerk Geiseltal des damaligen Braunkohlenkombinates Bitterfeld  angemietete 111 991, denn im Sommer 1982 gab es wieder mal einen Engpaß bei den Diesellokomotiven der Baureihen 110 und 112 im Bw Röblingen. Am 03.09.82 bespannte sie auf Gleis 20 einen Güterzug nach Querfurt. Sie war für den Güterverkehr nach Vitzenburg vorgesehen, fuhr dann aber in der warmen Jahreszeit - immer wenn ich nicht zum Fotografieren unterwegs war - auch Personenzüge. Es war seinerzeit die einzige Lok der Baureihe 111 der Rbd Halle. Sie war nach meinen Beobachtungen vom Juli bis etwa Ende November 1982 beim Bw Röblingen.

110 014 fährt im Bahnhof Röblingen im August 1991 an den Zug nach Querfurt.

Am 26. Januar 1981 - ein eiskalter Wintertag - steht nachmittags 52 8063  mit einem typischen Zug nach Querfurt am Bahnsteig 3 und wartet auf den Abfahrauftrag. Am  Zugschluß steht noch 52 8175, die den Zug kurz vorher nach Röblingen gebracht hat.

 


Am 03.09.82 waren alle Dampfloks hier längst verschwunden und Röblingen hatte die erste 111er der Rbd Halle im Bestand, die im Sommer gelegentlich vor einen Personenzug gespannt wurde.

Normalerweise standen die Loks mit der Rauchkammer voraus - also vorwärts im landläufigen Sinne. Es gab keine Regel, aber es hatte sich so eingebürgert. Ein Lokführer, mit dem ich oft zusammen Dienst machte, fuhr aber gern anders herum. Also rückwärts (Tender voran, wie der Eisenbahner sagt) nach Querfurt und vorwärts (Rauchkammer voran) zurück. Die Leistung am Morgen nach Eisleben wurde meist so gefahren. Bilder von diesen Fuhren sind recht selten. Hier ist aber im Dezember 1980 unsere 52 8060 mal so vor dem Zug festgehalten.

Nicht zur Strecke nach Querfurt gehörend, aber trotzdem hier passend, ließen sich die Nordhäuser und Sangerhäuser Öl-Jumbos regelmäßig hier sehen um Nahgüterzüge zu bespannen, Schiebedienste zu übernehmen oder Wasser zu fassen. Im Juli 1978 kommt 44 0304 am Abend gegen 19:00 Uhr in Röblingen an und fährt zunächst zum Güterschuppen. Die nächste Leistung ist ein Schiebedienst nach Blankenheim. 131 041 wird Zuglok sein. Aber noch wartet die Maschine im Bahnhof von Röblingen. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Signale noch Formsignale. Typisch die Losung auf dem Dach der hölzernen Wartehalle, die sich immer mal geändert hat, denn...

...am 29.10.79 hat Ralf Göhl, ein fotografierender Saalfelder Lokführer, die 52 8077 im Bahnhof aufgenommen. Es ist das einzige Foto, welches ich habe, auf dem nun diese Losung auf dem Wartehäuschen zu sehen ist. Die Losungen hat ja keiner mehr bewußt wahrgenommen und deshalb auch nicht fotografiert. Hier ist sie nun zufällig mit auf dem Bild.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Herrn Ralf Göhl

Am 16.08.82 bin ich mal spät abends zum Bahnhof gegangen um die 111 991 aufzunehmen. Es war zu diesem Zeitpunkt nämlich nicht klar, wie lange die Lok beim Bw bleiben wird. Also bin ich, auch aus den Erfahrungen aus der Dampfzeit hier, beizeiten losgezogen.

Endlich, endlich, endlich habe ich ein Bild einer 58er vor einem Personenzug in Röblingen am Bahnsteig 3 bekommen. 27 Jahre hat`s gedauert, woran man sieht, daß es wirklich nicht einfach ist, zu alten Bildern zu kommen. Mein Dank geht an die Familie Lüdert. Es ist 58 1976, die da steht. Der Aufnahmezeitpunkt ist wohl so etwa zwischen 1960 und 1965. Die Lok war mindestens bis 1965 im Bw Röblingen.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Familie Lüdert

Bahnsteig 3 in Röblingen: Am 13.03.81 hatte 52 8174 noch eine Gnadenfrist von einer Woche. Um 22:25 Uhr wird der Zug als P 15563 nach Querfurt abfahren.

Am 15.03.80 war ich gleich noch einmal abends unterwegs auf dem Bahnhof. Es ist der gleiche Zug und auch die gleiche Lok aber ich wollte ein Dia machen.

Ein doch eher seltenes Foto, technisch etwas zweitklassig, da mit einer Knipskamera aufgenommen. 44 0354 und 52 8077 am Bahnsteig in Röblingen. Das war am 22.01.81.
Und am 11.09.80 ist es 52 8098, die bei Regenwetter am Bahnsteig 3 steht.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Patrick Wiktor

Das ist nach mal die Probefahrtfuhre am 18.08.81 nach Querfurt. Es ging natürlich alles glatt und die 112er waren von nun an vorrangig im Verkehr nach Vitzenburg im Einsatz.
 
 
 

Am 16.08.82 bin ich mal spät abends zum Bahnhof gegangen um die 111 991 aufzunehmen. Es war zu diesem Zeitpunkt nämlich nicht klar, wie lange die Lok beim Bw bleiben wird. Also bin ich, auch aus den Erfahrungen aus der Dampfzeit hier, beizeiten losgezogen.

Die normalen Personenzüge waren für die 110er und erst recht für die 112er natürlich kein Problem. 112 278 heizt am 20.01.83 den Zug nach Querfurt ordentlich vor.

Dieter Müller aus Naumburg verdanke ich dieses Bild. 52 8077 baut am 05.10.79 ihren Zug nach Vitzenburg zusammen und setzt den Zugteil, der nach Vitzenburg durchläuft, an den Bahnsteig 3 in Röblingen. Bis Querfurt hingen hinter diesen 3 Wagen im Allgemeinen weitere 5 Reko-Dreiachser und ein weiterer Gepäckwagen.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Dieter Müller, Naumburg

Eine von den 112ern  war die 112 486,  die hier im Bereich des Güterbahnhofs Röblingen an einem Nachmittag im August 1990 rangiert. Die 3-achsigen Rekowagen Bag sind schon durch die 4-achsigen Rekowagen B 4ge aus dem RAW Halberstadt ersetzt.
 
 
 
 

298 045 baut im April 1995 einen Zug für das Kalkwerk in Schraplau zusammen. Heute ist das der einzige verbliebene Anschließer am Reststück der Strecke.

Im Februar und März 1981 war noch Gelegenheit, die Röblinger Dampfzüge zu fotografieren, denn es war natürlich längst beschlossen, daß im März `81 Schluß ist mit aller Dampfherrlichkeit. An einem kalten Wochenend-Vormittag im Februar war ich deshalb wieder mal am Bahnhof unterwegs und traf 52 8077 bei der Ausfahrt. Es sollte die  letzte 52er in Röblingen werden.

Aber eine von den letzten Dampfloks, die überhaupt auf dieser Strecke unterwegs waren, war die 52 8039, die im Rahmen eines bestellten Güterzuges zu Fotozwecken her kam und im August 1996 nach Querfurt ausfährt.

110 006 gehörte nicht zum Bw Röblingen sondern war im Bw Halle G beheimatet. Umlaufbedingt kam sie öfter nach Röblingen und war nach Querfurt oder Merseburg unterwegs. Hier präsentiert sie sich Lok am 22.04.82 "RAW-frisch". Rechts 112 309 und 111 991 auf Probefahrt am 18.08.82

Am Neujahrstag 1981 fährt 52 8077 morgens 10:05 Uhr als 68625 nach Querfurt. Der Zug ist ein GmP. Den Personenwagen folgen typische Kohlenstaubwagen für das Zementwerk Karsdorf. Das ist später unter den Eisenbahnfreunden noch mal richtig berümt geworden, da sich nach der Wende die inzwischen nicht mehr existierende Karsdorfer Eisenbahngesellschaft -KEG- dort gegründet hatte.

An einem schönen Augusttag des Jahres 1980 fährt 52 8034 nach Querfurt aus und passiert dabei die damals abgestellte 52 1538, die in Röblingen nicht zum Einsatz kam. Meines Wissens wurde sie aber noch einmal bis etwa 1986 beim Bw Altenburg in Betrieb genommen.

52 8034 beschleunigt ihren Zug sehr fotogen im Sommer 1980. Links ist die Abstellanlage an der alten Entladerampe - als Kind war das einer meiner interessantesten Spielplätze - zu sehen, auf der auch die Wagen von Hand gereinigt worden sind. Sicher erinnert sich mancher an den typischen Geruch der frisch gebohnerten Wagenfußböden...


Im Dezember 1980 fährt 52 8077 mit einem GmP durch die Winterlandschaft am alten Güterschuppen.

Wenn was für das Mansfelder Land typisch war oder noch ist, dann ist

Es ist der 18.07.82. 111 991 rangiert im Vorfeld des Bahnhofs Röblingen am See. Links kann man den alten Güterschuppen erkennen und ganz rechts steht auch noch ein richtiges Stationsschild von Röblingen am See, welches man auch noch aus dem fahrenden Zug erkennen konnte. Dahinter die Gebäude der ehemaligen Bahnmeisterei Röblingen.

das der Nebel. Ein solcher Tag war der 15.10.88 als 112 290 nach Querfurt ausfährt. Es ist das einzige meiner Fotos mit dem alten Läutewerk der Bahnschranke.

Links kommt 110 008 im Juli 1986 als Rangierfahrt.


52 8077 rangiert in diesem Bild ihren Zug an den Bahnsteig und muß, da es ein langer GmP ist, weit über den Bahnübergang hinausziehen. Dieser 14.03.81 war kalt und total verregnet. Es war für mich aber definitiv die vorletzte Möglichkeit, wenn ich noch paar Bilder in den Kasten bekommen wollte. Das Dampfende in Röblingen war beschlossene Sache und am 21.03.81 sollte unwiderruflich Schluß sein.

Es sieht zwar aus, wie ein schöner Frühlingstag, es ist aber der 01.01.94. 202 446 fährt nach Querfurt aus. Der Posten 17b ist weg. Der Zug besteht nun aus 4-achsigen Rekowagen.

Vom Bahnsteig bis zum Bahnübergang ging`s durch die Weichenstrassen noch recht gemütlich. Zwischen den Bildern liegen über 10 Jahre. 52 8077 habe ich am 20.03.81 erwischt, die 110 046 an der selben Stelle im Oktober 1991.

Unten: So stellte sich die Ausfahrt eines Dampfzuges aus


der Blickrichtung  Schraplauer Strasse mit einer 52er und einem Moskwitsch im Dezember 1980 dar.
Rechts: Und so sah das am 24.Januar 1983 aus, als 112 549 nach Querfurt ausfährt. Die Bilder der anschließenden Strecke nach Querfurt gibt es hier.

rn_von_oben_um1920_c_b1000.jpg (240648 Byte) Ein interessantes Bild aus der Vogelperspektive. Aufnahme nach dem 1.Weltkrieg, wahrscheinlich so um 1920. Die Schrebergärten an der Seestrasse sind schon angelegt und der Rest der Ottiliengrube westlich der Seestraße ist noch völlig unbewachsen.

Züge aus Richtung Querfurt

110 007 bespannt einen Zug von Querfurt und bleibt vor der Einfahrt Röblingen liegen. Lokführer E.T. ist mit 112 554 gerade dabei, die "kalte" 110 008 zu rangieren und mußte, weil keine Zeit mehr war, den Zug in den Bahnhof schleppen. So kam es zu der damals sehr ungewöhnlichen Dreifachtraktion. Ich kam zufällig des Wegs. Das war  im Juli 1986.

26. Januar 1981. Es ist eiskalt. Mehr lustlos stehe ich mit klammen Fingern und meiner Kamera Zenit E aus der Sowjetunion nachmittags am Bahnhof. Die Kamera hält es besser aus als ich. 52 8063 wartet schon eine Weile. 52 8175 bringt einen Personenzug aus Querfurt. 52 8063 setzt sich gleich vor diesen Zug und wird dann nach Querfurt abdampfen. Ich bin nicht hinterhergefahren. Es war mir auf dem Moped zu kalt...


52 8034 kommt am 04.08.80 aus Querfurt und rollt am Nachmittag an den Bahnsteig 3 heran. Rückwärts von Querfurt Tender voraus war die übliche Bespannung der Züge. Das ist vermutlich der P 15556, der Röblingen seinerzeit gegen 16:48 Uhr erreicht hat.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Patrick Wiktor


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