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Fototechnik und wie das angefangen hat
     
  1967 - Der Weihnachtsmann bringt einen Mittelformat - Fotoapparat  
       
 

Wie kommt man zum Fotografieren ? Am einfachsten über das Knipsen. Man bekommt einen Fotoapparat in der Kindheit geschenkt. Zum Beispiel Weihnachten. Das kann die Initialzündung sein. Bei Manchem zündet auch nichts. Bei mir war es so dazwischen. Es war Weihnachten 1967 und es war eine Pouva Start aus dem Kamerawerk Freital für Rollfilm 6x6. Keine schlechte Idee aus heutiger Sicht. Gleich Mittelformat. Gehäuse aus "schlagzähem" Bakelit. Ein beliebtes Wort in der DDR. Was immer das hieß,  bei 

 
Foto mit freundlicher Genehmigung vom Kameramuseum Kurt Tauber Pegnitz

 

"sachgemäßem" Gebrauch sollte die Kamera schon eine Weile halten. Es gab ein Objektiv zum Herausschrauben und 2 Blenden - Sonne und Wolken. Bei trübem Wetter konnte man die Kamera eigentlich liegen lassen. Um Filme und Empfindlichkeiten musste man sich nicht kümmern, das war Sache der Eltern. Die Filme gab es auch nicht geschenkt für unsere Versuche, aber das müssen Eltern aushalten. 

Also legte man den dunkelroten Film mit 12 Bildern bei 6x6 ein, drehte so lange, bis im roten Fensterchen an der Rückwand die Pfeile erschienen. Dann kam die Bildnummer und dann ging es auch schon los. Nach dem Knipsen musste man den Rollfilm zukleben. Der ekelhafte Geschmack von der Klebegummierung kostete jedes Mal Überwindung. Bleibende Kindheitserinnerungen. Der Anfang war gemacht.

 
     
  1967 - 1. Motiv : Eisenbahn  
       
 

Eine Richtung hinsichtlich der Motive wurde schon eingeschlagen, weil das erste Fotoobjekt gleich eine Eisenbahn war. Die fuhr ein Stück hinterm Haus und da war eine Bahnschranke und das war mächtig interessant. So entstand vermutlich schon am 25.12.67 dieses Bild. Die Eisenbahn hatte was Abenteuerliches, wenn man an den Werkbahngleisen herumturnte. 

 

 

     
  1968 - 2. Bahnmotiv : Eisenbahnfährschiff und Dampflok  
       
 

Ein halbes Jahr später - August 1968 - halbe Weltreise zur Ostsee. Die Eisenbahnfähre von Wolgast - Hafen zur Wolgaster Fähre auf der Insel Usedom mit ein paar Wagen, wieder mit der "Pouva-Start"  aufgenommen. Man konnte als Knirps immer wieder nur staunen, was es alles gab. Im übrigen war hier das Fotografieren verboten, wegen der Werft im Hintergrund. Das wusste ich natürlich nicht. Später hab ich dann auch nicht mehr viel gefragt. Wer viel fragt, geht viel irre, heißt es ja :-). 

 
       
 

Das Foto ist eine Kontaktkopie, ist im Original 6x6 cm groß und das Negativ hat sich bis heute erhalten.  Den tollen Büttenrand vom DLK (Dienstleistungskombinat !) Foto gab es gratis dazu. Wartezeit auf die Bilder war so um die 3 (ja wirklich, drei - oder doch mehr ? ) Wochen. Wie ich heute weiß, war es die Dampflokomotive 86 759, die nach Ankunft der Fähre den übergesetzten Zug mittels zweier Zwischenwagen vom Fährschiff zog. Dann haben mich die Loks nicht mehr so sehr interessiert. 

 
       
 

Es war dagegen höchst aufregend, im Bahnhof Ahlbeck Münzen auf die Schienen zu legen um zu sehen, was die 86er daraus machen. Ohne Foto. Es blieb in den Folgejahren bei jeder Menge verpasster Gelegenheiten. Die Pouva Start hat sich nicht ewig gehalten, wie das eben so war in dem Alter. Und dann kamen ja auch schon die Zeiten, wo Fotografieren nicht mehr das Wichtigste war. Aus heutiger Sicht entstand nun eine fotografische Lücke von 7 Jahren. Was hätte man alles an Bahnmotiven aufnehmen können. Dampfloks aller Baureihen, alte Eloks, die neuen Dieselloks ...

 
 
     
  1975 - Mit einer geborgten Altix-n zum 3. Bahnmotiveanlauf  
       
 

Viel Auswahl war ja nicht und so verschlug es mich im Jahre 1975 wieder zur Insel Usedom. Mit einem geborgten Fotoapparat vom Vater. Es war eine Altix-n. Was Besseres. Das Stück wurde wohl gehütet und nur nach langen Betteleien gab es der Vater heraus. Leider war der Fotoapparat nach dem Urlaub nicht mehr als solcher zu gebrauchen, da sich das Bajonett beim Ausleben des Spieltriebes dermaßen verklemmt hatte, dass nichts mehr ging und ich bin mit sehr schlechtem Gewissen nach Hause gefahren und bedaure 

 
 

das heute noch. Aber solange er noch funktionierte, habe ich ihn für Urlaubsknipsbildchen genutzt. So ging das über Schätzwerte, was Belichtung und Blende angeht und es entwickelte sich vielleicht ein gesundes Misstrauen gegenüber allen elektronischen Messergebnissen. 

 

 

Und wieder kam was vor die Linse, was ich bis dahin überhaupt noch nicht gesehen hatte. Triebwagen. Das Interesse für die Eisenbahn war unterschwellig kurz wieder geweckt. Die Fotos sind dann aber gleich wieder einer Experimentalphase entsprungen, waren also nicht so toll. Aber es hatte auch niemand erklärt, wie es geht. Wieder war Ruhe bis 1977. Ich ging auf halbe "Weltreise" nach Dresden zur Schule.  

 
     
     
     
  1978 - Aufstieg in den Zenit   
       
 

So ging die lichtbildnerische Eierei bis ca. 78/79. Vielleicht war eine Praktika zu teuer oder es gab gerade keine. Ich weiß heute nicht mehr warum, aber es wurde eine ZENIT E aus der Sowjetunion. Die Kamera wurde auch im Westen als REVUEFLEX E vertrieben. Die hatte einen Rolltuchverschluss und die Belichtungszeiten betrugen 1/30-1/60-1/125-1/250 und 1/500 sowie B. Toll, was ? Es ging trotzdem ! Mit dem Objektiv Helios 2/58 konnte man leben. Das Objektiv hatten unsere sowjetischen Freunde einem Carl-Zeiss-Objektiv "nachempfunden", heißt es. Es war immerhin eine echte Spiegelreflex mit integriertem - allerdings völlig normalen - Belichtungsmesser. 

 
       
 

Und es  war die Zeit vor den Olympischen Spielen 1980 in Moskau. Man hatte der Kamera deshalb das olympische Symbol aufgedruckt. Man fühlte sich weltoffen. Kleine Begebenheit am Rande. Während einer Fototour im Jahre 1981 traf ich an der heimatlichen Bahnstrecke zwei Fotografen "aus dem Westen". Einer hatte eine Kamera dabei, die der meinen aus sowjetischer Produktion verdammt ähnlich sah, wenn es nicht die gleiche war. Das war so eine oben genannte Revueflex E, womit ich damals aber nichts anfangen konnte. Klang aber ziemlich teuer.

 
     
 

Darauf angesprochen, dass wir wohl mit der offensichtlich gleichen Kamera fotografieren, entgegnete mir der Fotograf, dass das doch keine kommunistische Kamera sei, denn so etwas würde ihm ganz sicher niemals ins ins Haus kommen... ja, ja...:-) 

Mit der Kamera entstand das obenstehende Foto von 52 8119. Es war überhaupt eines meiner ersten Fotos der 52er in Röblingen am See und aus gebührender Entfernung aufgenommen. Ein Genosse von der Transportpolizei war ja im Bahngelände fast immer präsent und den haben die olympischen Ringe auf dem Body - früher sagte man noch das altmodische Wort `Kameragehäuse` - überhaupt nicht interessiert. Die Weltoffenheit der Transportpolizisten schlich ja der selbigen der Fotografen immer meilenweit hinterher oder fehlte ganz. Es war auch nicht die Zeit, als die Deutsche Reichsbahn zum Fotografieren einlud. 

 
     
  1979 - Fotografischer Frühling  
       
 

 

 

 

 

Die Kamera kam noch rechtzeitig, um wenigstens einmal und bei schlechtem Licht den Triebwagen der Baureihe 175 der Deutschen Reichsbahn im Elbtal in der Sächsischen Schweiz abzulichten. Der Zug wurde zum Fahrplanwechsel im Mai 1979 auf einen lokbespannten Zug umgestellt. Die Zenit E hat dann 4 Jahre - u.a. auf der Dampflok, obwohl ich sie da wegen dem Dreck nicht immer dabei hatte - richtig was mitgemacht. Aber das Verhältnis zu dem Stück war nicht frei von Zweifeln. Das 58-mm-Objektiv blieb in gewissem Maße gewöhnungsbedürftig. Vor allem war der Sucherausschnitt viel kleiner als das Abbild auf dem Film. 

 
       
 

 

 

 

 

Es blieb noch ein anderes Problem. Farbbilder konnte man nur als Dia machen, die ORWO - Farbnegativfilme waren nach aller Erfahrung ziemlich schlecht. Allerdings kann ich über nebenstehendes Bild fast nicht meckern. Das ist mit einem normalen Flachbettscanner EPSON 3490 PHOTO mit Durchlichtfunktion von einem maskierten ORWO - Farbnegativfilm NC19 gescannt. Viel besser werden die Scans von heutigen maskierten Farbnegativfilmen - zu Hause - auch nicht. Die Arbeit mit einem Photobearbeitungsprogramm war allerdings sehr aufwändig, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Es gab damals nur eine Lösung ...

 
     
  1981 - Ein zweiter Fotoapparat muss her  
       
 

Eine kurze Verbindung bin ich deshalb mit einer EXA 1b mit Sucherschacht eingegangen. Das Eisenbahnfotografieren mit dieser Spiegelreflexkamera, bei der man von oben in den Sucher schauen musste und alle Bewegungen auf der Mattscheibe seitenverkehrt waren, war eigentlich bei fahrenden Zügen nicht möglich. Von der Grundkonzeption war die sicher ordentlich und man konnte in den Schacht ein Prisma einsetzen um normal durch den Sucher zu sehen. Musste man aber erst mal kaufen. Die kürzeste Belichtungszeit von 1/175 setzte

 
Foto mit freundlicher Genehmigung vom Kameramuseum Kurt Tauber Pegnitz
 

Grenzen. Allerdings konnte man damals mit Dampfloks bespannte Güterzüge mit 1/125 sec ohne Probleme aufnehmen. Heute ist das undenkbar. Der Drang nach einer "richtigen" Praktica blieb bestehen.

 
     
  1982 - Endlich- eine richtige Praktica  
       
 

Etwa 1982 kam die Praktica Super TL 500 auf den Markt. Und ab und zu sah man die auch im Laden. Die hatte es mir angetan, obwohl die Belichtungszeiten auch bei 1/500 aufhörten. Das konnte einen ZENIT - Erfahrenen nicht schrecken. Diese Kamera begleitete mich bis zum Ende der 80er Jahre. Dank unzähliger Erweiterungsteile war das zu dieser Zeit eine Kamera für alle fotografischen Lebenslagen.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Peter Pahl  Kameraschätze

 
     
  1990 - MTL 5B - Reste im DDR-Ausverkauf  
     
 

In der wilden Wendezeit kamen zwei im DDR-Ausverkauf erworbene MTL 5B dazu. Mit denen habe ich bis weit in die 90er fotografiert. Auch fast unverwüstlich, aber die Kameras wurden nicht geschont und so sind Unregelmäßigkeiten  entstanden. Probleme, die keine Werkstatt mehr reparieren konnte oder wollte, obwohl es gerade in Dresden bis zuletzt eine Praktica - Werkstatt in Kleinzschachwitz gab. Das 1,8/50 von Pentacon ist ein sehr gutes MC-vergütetes Objektiv. Ich nutze es heute noch manchmal an der Digitalkamera und es macht immer noch eine hervorragende Figur. Ein Sony 1,4 50 mm schlägt dagegen mit ca. 350 Euro zu Buche. 

 
         
 

 

 

 

 

Ein japanisches Objektiv RIKENON 1:1,4 ist mir mal zugeflogen. Leider taugte es trotz der großen Öffnung gar nichts. 

 
     
  1995 - BX 20 - Reste in der Erprobung  
     
 

Zwischendurch nannte ich mal eine Kamera aus der Reihe BX 20 mein Eigen. Die war nach ihrem Erscheinen schon der Traum vieler Fotografen in der DDR. Ich erwarb sie Mitte der 90er Jahre gebraucht. Ich konnte mich mit ihr nicht anfreunden. Die nervige Filmeinfädelei, ein absoluter Rückschritt zur TL - Reihe. 

 
 

 

 

 

 

Die Verarbeitung war insgesamt nicht besonders wertig und den Bajonettanschluss am Plasticbody fand ich eher instabil. Ein größeres Teleobjektiv ohne eigenes Stativgewinde hing regelrecht runter. Zusatzteile konnte ich nicht nutzen. Und laut war die! Parallele Videoaufnahmen gingen da gar nicht. Ich war froh, als ich sie 2001 wieder los war. Nun hatte ich zwei MTL 5B aber die waren nicht mehr 100%ig zuverlässig. Es musste was Neues her. 
Foto mit freundlicher Genehmigung vom
Kameramuseum Kurt Tauber Pegnitz

bx_20_kameramuseum_tauber_c.jpg (90302 Byte)  
 
 
   
 
 
  1996 - Ein Fehlkauf   
       
 

Irgendwie war man an die kleinen kompakten spiegelreflektierten Kameras gewöhnt und auch die Bedienung sagte mir zu. Es wurde 1996 eine PENTAX  P 30 T. Sie ist sicher ein ausgereiftes Stück aber zu Bedeutung ist sie bei mir nicht gekommen. Sie hat aber 6 Asienreisen als Ersatzkamera  mitgemacht und funktioniert auch noch. Ich hatte im Grunde immer noch keine Vorstellung, in welche Richtung es gehen sollte. Also Zeitschriften durchforsten. Da fiel mir eine klassisch aussehende, aber mit zeitgemäßer Elektronik ausgestattete Kamera auf, die um 1996 gerade erst auf den Markt

 
     
  1997 - Entscheidung für das Minolta-System  
       
 

gekommen war. Sie hieß MINOLTA 600si classic. Keine kleinen Knöpfchen um irgend etwas im unübersichtlichen Display einzustellen. Displays mit Motivprogrammen mag ich ja gar nicht. Da sind 2 Räder drauf und alles ist eindeutig. Was für konservative Bediener sozusagen, die nicht auf zeitgemäße Ausstattung verzichten wollen. Hat mir sofort zugesagt. 

 

 

     
  Preisparadies Singapur ?  
     
 

Ich hatte vor 10 Jahren mal vom Preisparadies Singapur gehört und wollte sie deshalb dort kaufen. Ich kann versichern, das vermeintliche Preisparadies hinsichtlich Fototechnik ist Singapur ganz bestimmt nicht (mehr) und die Zeiten, wo bei jedem Händler jede Kamera im Regal verfügbar war, sind auch dort lange vorbei. Zusammen mit Datenrückwand, einem TAMRON 28-300 mm, SkyLine-Filter und Gegenlichtblende kam ich auch dort auf den normalen Preis. Zusätzlich war die Beschreibung in Englisch. Und die Stadt erfordert von der ersten Minute ein waches Fotografenauge. Da bleibt nicht viel Zeit zum Ausprobieren. Es ging am Ende ganz gut aber eigentlich macht man es nicht so, denn man sollte schon sein Handwerkszeug beherrschen. 

So zufrieden ich mit der Kamera auch war, haben diese Kameras doch einen wesentlichen Nachteil. Wenn die im Display " HELP " anzeigen, dann wird es teuer. MINOLTA Bremen verlangte seinerzeit pauschal 320 DM, wenn die Reparatur ausgeführt werden soll, egal, was es ist. Und ich hatte diese hilflose Anzeige und keine Chance auf Selbsthilfe. Und es wurde teuer. 

 
     
 

Das TAMRON hatte 4 Asienreisen mitgemacht und war danach ziemlich fertig, was mit Abnutzungen am ehesten zu erklären wäre. Nach weiteren Recherchen hatte ich mich für das SIGMA ASPHERICAL AF 28-300 LD 3,5-6,3 entschieden. Sicher sind die Blendenöffnungen bescheiden, aber wer in der Tropenhitze durch die Landschaft streift, wird über jedes fehlende Gramm, was er nicht in Form von Wechselobjektiven mitschleppen muss, dankbar sein. Im Jahre 2002 ging ich wieder in Singapur auf Pirsch durch die zahllosen, vergleichsweise immer noch gut sortierten Fotoläden. Beim vermeintlich günstigsten Angebot griff ich zu. Handeln ist Pflicht und so gingen noch einmal 10 % ab - was an sich viel zu wenig war - aber es war gerade die Zeit als wir im Kopf noch die DM hatten. Die während des Verkaufsgespräches notwendige, im Kopf vorzunehmende simultane Umrechnung der Preise von Singapur $ in Euro über die DM und der gleichzeitige Vergleich mit den recherchierten Preisen traf auf einen mit allen Wassern gewaschenen singapurianischen Profiverkäufer. Hier konnte nur einer gewinnen. Dabei ging  der Preis an sich in Ordnung aber beim Zubehör wie Sky-Light - Filter hat er sich die Singapur-Dollar dann wiedergeholt. Außerdem habe ich nicht bemerkt, dass ich am Ende kein "LD" gekauft habe, sondern das normale ASPHERICAL IF. Das ist sicher genauso gut aber es fehlt eben der Nahbereich. Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass es problemlos auch ohne geht. Im Vergleich zu seinen Nachfolgern war es aber richtig gut, meine ich. Heute bin ich von den Superzooms abgekommen. Es sind immer Kompromisse, vor allem in der lichtarmen Jahreszeit in Europa. 

 
 

Vielleicht wäre noch zu erwähnen, dass man in Singapur in einem Laden mit GST - Aufkleber an der Tür kaufen sollte, denn dann bekommt man am Flughafen die gezahlte Mehrwertsteuer zurück. Das gilt, wenn man Waren im Wert von über S$100 je Stück erwirbt.
Auf die meisten Waren wird ja eine Mehrwertsteuer, die sich Goods and Service Tax (GST) nennt, erhoben. Die Geschäfte, die am GST Tourist Refund Scheme teilnehmen, sind mit einem Schild »Tax Free Shopping« gekennzeichnet. Damit man das Geld vor Ausreise wieder bekommt,

 
 

muss man sich einen Tax Free Shopping-Scheck ausstellen lassen. Die Schecks muss man beim Zoll am Flughafen abstempeln lassen und man löst die Schecks am Global Refund-Schalter in den Terminals ein. Mit dieser Kombination Minolta 600si classic und SIGMA ASPHERICAL 28 bis 300 IF war ich mehrere Jahre sehr zufrieden. Jede Situation war zu bewältigen und mich hat vor allem das Arbeiten im guten Telebereich begeistert.  Grundsätzlich hatte ich aber auch im sonnenüberfluteten Südostasien einen 400er Film oder zur Not einen 200er in der Kamera. Ich bevorzugte dabei den  FUJI 400. Ich habe mit dieser Ausrüstung und einem zusätzlichen billigen Reisestativ wieder 2 große Reisen unternommen. Die Technik ist trotz rauhem Umgang in gutem Zustand. Es gibt darüber einen Indochina-Reisebericht. Erst zu spät merkte ich, dass es riesige Probleme gibt, die 400er Filme, von denen man brilliante Abzüge machen kann, für die Weiterverarbeitung auf dem heimischen Scanner zu digitalisieren. Das Korn ist bei den notwendigen Fotogrößen einfach zu dominant und auch mit verschiedenen Programmen sind keine wirklich guten Ergebnisse zu erzielen. Das größte Problem ist nach meiner Erfahrung jedoch die Farbe. Daran kann man schon mal verzweifeln und es gehört eine Portion Erfahrung und Geduld dazu, das richtig hinzukriegen. Das alles konnte nur in eine Richtung führen:

 
     
                                                  2005
                                                  Let`s go digital
       
 

Die Marke stand fest, um die Objektive weiter nutzen zu können. DYNAX 7D hieß die Fotografiermaschine, die ich im August 2005 erwarb. Von KonicaMinolta, die sich gerade zusammengeschlossen hatten. Nach 4 Monaten konnte man feststellen, dass es nichts gab, was nicht geht. Viel Zeit brauchte man für die Bedienungsanleitung mit 150 Seiten.

 
     
 

Aber die Digitalfotografie ist und macht  bequem und hat so nicht nur Vorteile, denn die Bequemlichkeit verleitet schon mal zum Drauflosknipsen. Nach 5 Monaten merkt man dann,  dass man Speicherplatz braucht und Speicherplatz ist teuer. So habe ich im Sonderangebot für 99 Euro eine 

 
       
 

akkubetriebene BRAUN Fotobank -  woanders heißt das Ding Imagetank - mit 30 Gbyte Festplatte angeschafft, die gleichzeitig als Cardreader für die CF - Karten und x andere Karten und Speicher dient. Eine volle 1 Gbyte CF - Karte brauchte seinerzeit etwa 12 Minuten zum Überspielen. Sicher kein Weltrekord, aber wenn man eine zweite Karte dabei hat, sollte es gehen. Bei

 
       
 

einer dreiwöchigen Indochinareise kam ich schon mal auf über 10 GByte - ohne RAW. Eine Menge Ausschuss war dabei, freilich. Es offenbarte sich nun aber ein  Nachteil der "Superzoom" - Objektive. Der im Telebereich lange Auszug ist mechanisch doch ziemlich anfällig gegen Verkanten und Stöße, wenn man damit im rauhen Einsatz unterwegs ist. Die relativ schlechte Anfangsöffnung im Telebereich von 6,3 bei 300 mm stört in den Tropen bei hellem Tageslicht weniger, jedoch ist das in mitteleuropäischen Breiten bei Dezemberlicht wenig genug. Das SIGMA 18-50 2,8 soll es im

 
       
 

unteren Bereich richten. Mit 340 Euro ist man dabei. Es geht aber auch billiger. Viel billiger. Das gute und lichtstarke PENTACON auto 1,8/50 kommt mit einem Adapter wieder zu Ehren und ist durch den Cropfaktor von 1,5 zum 75 mm-Objektiv mit einer Lichtstärke von 1,8 geworden. Das ist doch nicht schlecht. Leider kann man nun im Unendlich-Bereich nicht mehr scharf stellen.

 
       
 

Selbstverständlich gehören weitere Zubehörteile wie ein ordentlicher Blitz und vor allem ein schweres Metall-Stativ zur Ausrüstung. Am Stativ sparen, heißt wirklich an der falschen Stelle sparen. Was da so an Plastikstativen mit kleiner Leier und ungenügender Verarbeitung auf dem Markt ist, kann wirklich nur als unbrauchbar bezeichnet werden, wenn jeder kleine Luftzug dasselbe zum Zittern bringt. Damit soll der kleine Exkurs in die Fotowelt zunächst abgeschlossen werden. So oder ähnlich hat es sicher mancher, auch unter besonderer Berücksichtigung der Wendezeit, erlebt. Möge uns die Technik nicht im entscheidenden Moment verlassen und das Licht günstig sein...

 
     
  2007 - Zeit für ein update  
       
 

Auf dem Flohmarkt gab es ein Sigma ZOOM 70-210 1:4-5,6 UC II. Für 15 Euro machste nix falsch, dachte ich. Klein, leicht, billig. Die allerbesten Kritiken hat es nicht, was ich nicht ganz verstehe. Ein bis zwei Blenden abgeblendet vorausgesetzt, finde ich es über den gesamten Zoombereich gut und nehme es gern. Vor allem ist es die absolute Lichtstärke, die manches möglich macht.

 
     
  2008 - Geiz ist geil  
       
 

Leider hat sich die Braun Pixelbank als nicht sehr haltbar erwiesen, vor allem scheint der Akku ein absoluter Schwachpunkt zu sein. Man darf wohl erwarten, dass so ein Akku länger als ein Jahr hält. Hat er aber nicht. Zumindest war der Service der Fa. Braun in Ordnung. Auf Anfrage habe ich für vergleichsweise kleines Geld eine neue Pixelbank erhalten, die nun - mit der alten Festplatte - hoffentlich länger funktioniert. Allerdings sind 30 GByte in RAW-Zeiten nicht wirklich viel.

Als ich diese Seite angefangen habe, waren 1 GB CF - Karten das allerhöchste der Gefühle. Eine 2 GB Kingston habe ich mir nun auch mal zugelegt. Ich kann bei normaler Fotografie nicht wirklich Unterschiede zwischen den einzelnen - bekannten - Anbietern feststellen, weder bei den Speicherzeiten noch bei den Auslesezeiten. 

Nun sind wir bei 16 GB angelangt. Ich habe aber - noch - ein ungutes Gefühl. Wenn die mit gefüllten 16 GB mal abraucht... brrrrrrr

 
       
 

Geiz ist geil und Strafe muss sein bei 12,95 Euro. Ich hätte bei diesem Preis ein ungutes Gefühl haben müssen. Ende 2008 habe ich mir diese Karte als Reserve für eine Urlaubsreise zugelegt. Ich weiß nicht, was das ist, als Speicherkarte im Fotoapparat lässt sich dieses Stück Plastik jedenfalls nicht verwenden. Anfangs war die Karte gewillt, über 300 Bilder ( wenn man auch im RAW-Modus fotografiert ) zu speichern. Manchmal schon nach 8 (!), manchmal erst nach 20 Bildern auf der Karte, manchmal auch nach wenig mehr zeigt sich im Display dieses "FULL". Manchmal hilft es, dass man die Karte nach jedem Bild raus nimmt und wieder einsteckt. Kreative Fotografie vom Feinsten. Furchtbar. Allerdings ist es dann wieder lustig, die

 
 

merkwürdigen Zeichen zu beobachten, die man beim Auslesen zu sehen bekommt. Beim Anschluss der Karte über einen Card - Reader stürzt der PC regelmäßig ab. Meine Meinung: Finger weg von Cn-Memory !! 

 
     
  2009 - Mai : Die nächste Generation SONY ALPHA 700  
       
 

Meine geliebte Fotografiermaschine Dynax 7D hatte nur ganz am Anfang ein paar Mal den berüchtigten Error 58, den man mit Akku raus/rein - wenn man Glück hatte - wieder "resetten" konnte. Jahrelang kam er dann nicht wieder. Zunehmend ärgerte mich die Kamera aber mit der Weigerung, Hochformatfotos zu machen. Sie löste einfach nicht aus. Zweimal Akku raus/rein löste dieses Problem aber auch meistens. Seit einem halben Jahr löst sie manchmal auch beim Querformat nicht aus. Das ist sehr ärgerlich, denn ein Zug ist weg, wenn sich die Kamera es überlegt hat . Bei der Frauenkirche in Dresden spielt das nicht so die Rolle. Mit allen diesen kleinen Macken kann man eine Zeit lang auskommen. Nun aber weigert sie sich seit den frühen Morgenstunden des 16.05.09, die Verbindung mit dem PC herzustellen. Es bedurfte nun wirklich nur noch dieses kleinen Tröpfchens im Meer der Unregelmäßigkeiten, dass dieses überlief.

Wenn die Kamera anfängt zu spinnen, ist es meist Zeit, sich langfristig um den Nachfolger zu kümmern. Man könnte sie auch reparieren lassen, aber schon der hohe pauschale Reparaturpreis schreckt ab. Das günstigste Angebot für das Nachfolgemodell der D 7D fand ich schon vor längerer Zeit ausgerechnet in Dresden. Es sollte natürlich eine SONY Alpha 700 werden, das war ja klar. Der Anbieter hatte auch an diesem Tag das günstigste Angebot im Netz und in seinem interessanten Laden im Quartier F an der Frauenkirche war die Kamera auch vorrätig. So kam ich also zwei Stunden nach der letzten Fehlermeldung meiner geliebten 7D zu einer Alpha 700. Der Preis betrug bei diesem Anbieter seinerzeit etwa 750 Euro. Man konnte die Kamera damals aber auch im Internet für 1000 Euro (!) und mehr  - ohne Objektiv -  kaufen, wenn man das wollte. Und heute Anfang 2013 kriegt am die Kamera, die ja nicht schlechter geworden ist für ca. 350 - 400 Euro. Es lohnt sich immer noch, die zu haben.

 
 
 

Die freundlichen Leute in dem Laden haben noch den Akku geladen und nach einer Stunde saß ich auf dem Neumarkt und nahm die ersten Bilder auf. Am selben Tag ging ich auch noch auf Fotopirsch ins Böhmische zur Eisenbahn, um die Kamera mal mit gewohnten Motiven zu testen. Nach zwei Tagen wollte ich sie zurückgeben, da ich überzeugt war, dass der Sensor nicht an der vorgesehenen Stelle sitzt. Nach einer Woche wollte ich sie dann doch nicht mehr zurückgeben. Es liegen Welten zwischen der 7D und der Alpha 700. Demnächst mal mehr.

 
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  text und fotos, falls nicht anders erwähnt   ©    hans-peter waack königswinter    letzte bearbeitung 03.02.2013   home