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Hans-Jörg Krispin habe ich die ganz wunderbaren Aufnahmen der Bergfahrt der 44 0504 und einer weiteren 44er mit dem Erzzug nach Helbra zu verdanken. Dazu hat er Erlebnisse aufgeschrieben, die ich mit seiner freundlichen Erlaubnis wiedergebe. " Auf meiner geistigen Landkarte ist Sangerhausen erstmals 1977 erschienen anlässlich einer Klassenfahrt nach Berlin (West) - natürlich mit der Bahn. Der Transitzug nahm auf der Hinfahrt den Weg von Frankfurt a. M. über Erfurt - Sangerhausen - Halle. (...) Ab |
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1979 hatte ich dann Gelegenheit, gezielter im Reichsbahnland auf Dampfpirsch zu gehen. Ein magischer Ort war ganz klar die Rampe Sangerhausen - Blankenheim. Ende der 70er, Anfang der 80er waren wir beim Fotographieren allerdings noch sehr auf der Hut. Das hatte eine "Selbstzensur" bei den Motiven zur Folge, um keinen Anstoß bei den "Organen" zu erregen. Bloß keine Industriebetriebe im Hintergrund, und in Bahnhöfen fühlte man sich auch irgendwie unwohl trotz des bekannten |
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"Gummi" - Fotographiererlasses. Was gab es da Unverfänglicheres als das Rampenstück unterhalb des Riestedter Waldes Richtung Blockstelle Steinberg, weit abseits von jeder Bebauung inmitten von riesigen LPG-Ackerflächen. Wir standen also mit aufgebauten Stativen an besagter Stelle, und harrten der Dinge, die da kommen würden: Zum Beispiel dieser dampfbespannte Güterzug. Also noch mal die Kameraeinstellungen überprüft, als plötzlich mein damaliger Reisegefährte Thomas P. aufgeregt rief: "Runter mit dem Stativ! |
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Ob wir nicht wüssten, dass das verboten sei. Das sei von öffentlich zugänglichen Orten aus erlaubt, und außerdem - was gäbe es denn an diesen Äckern so wichtiges, entgegneten wir. Die seien für die Versorgung der Bevölkerung wichtig. Aha, na dann. Er würde jetzt nach Sangerhausen fahren und uns bei der Transportpolizei anzeigen. Fortlaufen sei sinnlos, er habe sich das Kennzeichen unseres an der Straße geparkten Wagens notiert. Fortlaufen hatten wir für die nächsten Stunden eh' nicht im Sinn, wir waren ja hier, um |
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zu fotographieren. Nach geraumer Zeit kam unser strammer Staatsbürger wieder über den Acker - allein. Er habe sich von der Trapo in Sangerhausen sagen lassen müssen, dass Fotographen aus aller Welt hierher kämen, sogar aus Japan, entschuldigte sich vielmals und zog ab. Dem guten Mann war anzusehen, dass sein Weltbild ins Wanken gekommen war. Eben noch Retter der Republik, und jetzt genötigt, sich beim Klassenfeind zu entschuldigen. Genug geschwallt, jetzt kommen die Bilder. Gruß Hans-Jörg Krispin |
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nicht zu nutzen um sich dann zu ärgern. Ich habe das nicht anders erlebt und so freue ich mich sehr über die freundlichen Bildzurverfügungsteller. Lassen wir dieses Bild von Volker Fröhmer vom 09.08.81 ( ich selbst war an diesem Tag übrigens mit dem Töchterchen baden ... ) mit einem tollen Nachschuss auf 44 0056 am Gipser einfach mal wirken. Wer es selbst erlebt hat, wie die Jumbos in Doppeltraktion oder im Schiebedienst die Rampe hoch donnerten, wird angesichts der Bilder alles wieder im Ohr haben. |
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| Zum nächsten Streckenabschnitt von Blankenheim nach Eisleben | ||
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| text und fotos, falls nicht anders erwähnt © hans-peter waack dresden letzte bearbeitung 27.01.10 | home | |||